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Nutrition

Ist Ketose gefährlich? Alle Situationen, in denen Ketose riskant sein kann, und die Nachteile der Ernährung

Das Wort „Keto“ kommt von Ketonkörpern. Das sind Stoffe, die entstehen, wenn der Körper vor allem Fett als Energiequelle nutzt und nicht Glukose. Steigt die Menge dieser Ketonkörper im Blut, spricht man von Ketose. Das ist ein natürlicher Zustand, in den der Körper zum Beispiel beim Fasten oder bei einer sehr kohlenhydratarmen Ernährung kommen kann. Aber wann ist Ketose eigentlich riskant, und welche Nachteile oder Risiken kann eine ketogene Ernährung haben? In diesem Artikel schauen wir uns an, was die Forschung dazu sagt.

Einführung in die ketogene Ernährung

Lange bevor Keto zum Trend wurde, kam die ketogene Ernährung bereits in den 1920er-Jahren als Therapie bei schwerer Epilepsie zum Einsatz. In den letzten Jahren hat sie vor allem Aufmerksamkeit als mögliche Strategie zur Gewichtsabnahme und zur Verbesserung der Gesundheit bekommen.

Bei der ketogenen Ernährung reduzierst du Kohlenhydrate stark, meist auf etwa 20 bis 50 g pro Tag, und erhöhst gleichzeitig den Fettanteil in deiner Ernährung. Ziel ist es, den Körper in einen Zustand namens Ketose zu bringen. Dabei nutzt er Fett als wichtigste Energiequelle statt Kohlenhydrate.

Studien zeigen, dass eine ketogene Ernährung bei Menschen mit Typ-2-Diabetes die Blutzuckerkontrolle verbessern und die Insulinresistenz senken kann. Außerdem kann sie Hunger- und Sättigungshormone beeinflussen, was es manchen erleichtert, Gewicht zu verlieren. Da gleichzeitig viele energiereiche und süße Lebensmittel wegfallen, sinkt oft die gesamte Energiezufuhr. Das kann zu Gewichtsabnahme und einer besseren Stoffwechselgesundheit beitragen.
Keto kann also für manche hilfreich sein, ist aber nicht für alle geeignet. In bestimmten Situationen kann sie sogar ungeeignet oder riskant sein.

Wann können ketogene Ernährung und Ketose Risiken bergen?

1. Bei Typ-1-Diabetes

Wenn du mit Typ-1-Diabetes lebst, können hohe Ketonkörperwerte gefährlich werden, da der Körper kein eigenes Insulin produziert. Bei einer ketogenen Ernährung sinkt oft der Insulinbedarf, was die richtige Dosierung schwieriger machen kann. Werden die Insulindosen zu niedrig gewählt, kann die Ketonproduktion unkontrolliert ansteigen und zu einer diabetischen Ketoazidose (DKA) führen. Das ist ein akuter, lebensbedrohlicher Zustand, bei dem sowohl Ketone als auch Glukose im Blut stark ansteigen.
Insulin wirkt normalerweise wie eine Bremse, die die Glukoseproduktion der Leber dämpft und die Bildung von Ketonen begrenzt. Fehlt diese Bremse, können die Werte schnell steigen.

Typische Symptome sind schnelle und tiefe Atmung, ein nach Aceton riechender Atem, Übelkeit, Bauchschmerzen, starke Müdigkeit, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen. Bei solchen Anzeichen solltest du sofort medizinische Hilfe suchen.

2. Bei Insulinmangel oder eingeschränkter Insulinproduktion

Auch Menschen mit LADA (latenter autoimmuner Diabetes im Erwachsenenalter) oder schweren Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse können eine deutlich verminderte Insulinproduktion haben. Dann gilt im Prinzip dasselbe wie bei Typ-1-Diabetes. Ohne ausreichend Insulin kann der Körper große Mengen an Ketonen bilden. Bei ketogener Ernährung sind sowohl die Kohlenhydratzufuhr als auch die Insulindosen oft niedriger. Dadurch gibt es weniger Sicherheitsreserven und das Risiko für einen unkontrollierten Anstieg der Ketone steigt.

3. Bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen

Bei einigen seltenen angeborenen Stoffwechselstörungen, zum Beispiel bei Defekten der Fettsäureoxidation, kann der Körper Fett nicht richtig als Energiequelle nutzen. Meist ist eine bestimmte Fettmenge im Rahmen der individuellen Ernährung möglich, aber der Körper kommt nicht damit zurecht, wenn er überwiegend auf Fett angewiesen ist. Deshalb sind Fasten und ketogene Ernährung in diesen Fällen riskant und sollten vermieden oder nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.

4. Bei schweren Erkrankungen

Bei schweren Erkrankungen oder stark eingeschränktem Allgemeinzustand sollten größere Ernährungsumstellungen immer gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt und einer Ernährungsfachkraft besprochen werden. Das gilt für Keto genauso wie für jede andere Ernährungsform.

5. In Schwangerschaft und Stillzeit

Es gibt nicht genügend Forschung dazu, wie sich eine strikt ketogene Ernährung auf Schwangerschaft und Stillzeit auswirkt. Da Föten und Säuglinge auf eine gleichmäßige Energieversorgung inklusive Glukose angewiesen sind, wird eine ketogene Ernährung in diesen Phasen generell nicht empfohlen. Das Gehirn von ungeborenen Kindern und Säuglingen reagiert besonders empfindlich auf Energiemangel. Eine ausreichende und ausgewogene Nährstoffzufuhr ist deshalb in dieser Zeit besonders wichtig.

6. Bei Essstörungen oder früheren Essstörungen

Sehr strikte Ernährungsformen können alte Muster auslösen oder bestehende Probleme verschärfen. Keto wird daher nicht empfohlen, wenn du aktuell oder früher an einer Essstörung gelitten hast.

7. Bei der Einnahme bestimmter Medikamente

Besonders wichtig ist Vorsicht bei der Einnahme von SGLT2-Hemmern wie Jardiance oder Forxiga. Diese Medikamente können das Risiko für eine seltene Form der Ketoazidose erhöhen, auch bei relativ normalen Blutzuckerwerten. Das gilt vor allem in Kombination mit einer kohlenhydratarmen oder ketogenen Ernährung.

Auch andere Medikamente wie entwässernde Mittel oder Kortison können den Flüssigkeitshaushalt, die Elektrolyte und den Blutzucker beeinflussen. Wenn du dich ketogen ernährst oder in ausgeprägter Ketose bist, sind hier engmaschige Kontrollen und manchmal Dosisanpassungen nötig.

Nachteile der ketogenen Ernährung

1. Keto kann langfristig schwer durchzuhalten sein

Bei der ketogenen Ernährung musst du Kohlenhydrate jeden Tag stark einschränken. Für viele ist das im Alltag und im sozialen Leben schwer umzusetzen. Studien zeigen, dass die Kohlenhydratzufuhr bei Teilnehmenden oft nach einiger Zeit wieder ansteigt. Das spricht für eine geringe langfristige Umsetzbarkeit.

2. Umstellungsbeschwerden, die sogenannte Keto-Grippe

Wenn der Körper auf Ketose umstellt, können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Herzklopfen, Übelkeit und Konzentrationsprobleme auftreten. Das wird oft als Keto-Grippe bezeichnet. Diese Beschwerden sind häufig und klingen meist nach einigen Tagen oder Wochen ab.

3. Risiko für Nährstoffmängel

Viele kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Obst, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse, Vollkornprodukte und Getreide liefern wichtige Nährstoffe. Wenn sie stark eingeschränkt werden, steigt das Risiko für Mängel. Besonders Ballaststoffe, bestimmte B-Vitamine, Magnesium, Kalium und einige Antioxidantien können bei Keto zu kurz kommen, wenn die Ernährung nicht gut geplant ist.

4. Auswirkungen auf die Verdauung

Eine sehr fettreiche Ernährung bei gleichzeitig niedriger Ballaststoffzufuhr kann zu Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall führen.

5. Hoher Anteil gesättigter Fette kann die Blutfette beeinflussen

Bei manchen Menschen steigen die LDL-Werte, oft als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, unter ketogener Ernährung an. Das gilt besonders, wenn ein großer Teil des Fetts aus gesättigten Fettsäuren stammt, zum Beispiel aus Wurstwaren, rotem Fleisch, Butter, Sahne oder Kokosöl. Hohe LDL-Cholesterinwerte können langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Deshalb ist es wichtig, vor allem auf gesunde Fettquellen wie Avocado, Nüsse, Samen und pflanzliche Öle zu setzen, wenn du dich ketogen ernährst.

6. Einfluss auf Stimmung und Energie

Manche berichten in der Umstellungsphase von mentaler Trägheit, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen, vor allem in den ersten Wochen. Bei vielen lässt das nach, sobald sich der Körper angepasst hat. Wie stark das ausfällt, ist individuell verschieden und hängt auch von Schlaf, Stress und der gesamten Energiezufuhr ab.

7. Auswirkungen auf die Trainingsleistung

Hochintensives Training wie Intervalle, intensives Krafttraining oder Mannschaftssport nutzt vor allem Glykogen als Energiequelle. Bei ketogener Ernährung sind die Glykogenspeicher geringer gefüllt. Das kann es für viele schwieriger machen, bei sehr intensiven Einheiten an die Leistungsgrenze zu gehen, was die Trainingsleistung beeinträchtigen kann.

Alternativen zur ketogenen Ernährung

Wenn dir eine ketogene Ernährung zu streng oder schwer umsetzbar erscheint, gibt es andere Ansätze, die ebenfalls die Gesundheit verbessern und beim Abnehmen helfen können. Eine moderat kohlenhydratarme Ernährung mit etwas höheren Kohlenhydratmengen kann eine flexiblere Alternative sein. Dabei reduzierst du Zucker und stark verarbeitete Kohlenhydrate, ohne so extrem niedrig zu gehen wie bei strengem Keto.
Unabhängig vom Ansatz ist das Wichtigste, eine Ernährungsweise zu finden, die zu deinem Alltag passt und die du langfristig beibehalten kannst.

Ketogene Ernährung und moderne Medikamente zur Gewichtsabnahme

Bei einer sehr fettreichen Ernährung steigt das Risiko für Magen-Darm-Nebenwirkungen von GLP-1-Medikamenten. Deshalb empfehlen wir bei Yazen keine ketogene Ernährung in Kombination mit der medikamentösen Behandlung.
Wenn du trotzdem selbst ausprobieren möchtest, dich ketogen zu ernähren, und das für dich ohne Nebenwirkungen funktioniert, empfehlen wir, den Fokus auf gesunde Fettquellen, ausreichend Protein sowie Gemüse und Beeren zu legen.

Bei Yazen schreiben wir keine bestimmte Diät vor. Wir setzen auf eine gesunde Art zu essen und zu leben, orientiert an den aktuellen Ernährungsempfehlungen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass du deine eigenen Entscheidungen treffen kannst und eine Ernährungsweise findest, mit der du dich im Alltag wohlfühlst. Sprich immer mit deinem Yazen Team, bevor du deine Ernährung umstellst, damit wir dich passend zu deinen individuellen Voraussetzungen begleiten können.

Entdecke die neue Art der Gewichtsabnahme mit medizinischer Unterstützung.

Zusammenfassung

Ketose ist ein natürlicher Zustand, den der Körper beim Fasten oder bei sehr geringer Kohlenhydratzufuhr erreichen kann. Für gesunde Menschen ist Ketose meist unproblematisch. Bei Typ-1-Diabetes, ausgeprägtem Insulinmangel, bestimmten angeborenen Stoffwechselerkrankungen, während Schwangerschaft und Stillzeit, bei schweren Erkrankungen oder in Kombination mit bestimmten Medikamenten kann eine ketogene Ernährung jedoch mit erhöhten medizinischen Risiken verbunden sein.

Ketogene Ernährung kann bei manchen zu besserer Blutzuckerkontrolle und Gewichtsabnahme beitragen. Gleichzeitig ist sie oft schwer langfristig durchzuhalten und kann Nachteile haben, zum Beispiel Nährstoffmängel, Verdauungsbeschwerden, Veränderungen der Blutfette, eine geringere Trainingsleistung sowie manchmal Auswirkungen auf Energie und Stimmung.

Bei Yazen orientieren wir uns an der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz und passen Ernährungsempfehlungen und Behandlung an deine medizinischen Voraussetzungen, deine Ziele und deinen Alltag an. Ziel ist immer ein Ansatz, der sicher, alltagstauglich und langfristig für dich funktioniert.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI übersetzt. Die englische Originalversion dient als Vorlage. Im Zweifelsfall hat der englische Wortlaut Vorrang.

Artikel überprüft von:
December 14, 2025
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